Spritzblasform für PET-Flaschen und Verschlüsse

Spritzblasformen werden in der Regel zur Herstellung von Preforms mit Halsansatz verwendet, die dann in der Formkavität in die endgültige Behälterform geblasen werden. Sie eignen sich für Anwendungen in den Bereichen Pharmazie, Kosmetik, Lebensmittel, Chemie und Industrie, bei denen kleine Flaschen zum Einsatz kommen.

Beschreibung

Spritzblasformen werden in Einstufen- (Spritzblas-) oder Zweistufenverfahren eingesetzt, um Hohlkunststoffbehälter und kleine Hohlteile effizient zu formen. Spritzblasformen bieten ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Dimensionsstabilität, Genauigkeit des Halses, Gleichmäßigkeit der Wandstärke und Produktionszykluszeiten und sind mit einer Vielzahl von technischen und handelsüblichen Kunststoffen kompatibel.

Typische Anwendungen:

  1. Kleine Flaschen für Pharmazeutika und Gesundheitsprodukte (Medikamentenflaschen, Augentropfenflaschen, Sprühflaschen usw.).
  2. Behälter für Kosmetika und Körperpflegeprodukte (Flaschen für ätherische Öle, kleine Parfümflaschen, Flaschen für Proben von Lotionen).
  3. Kleine Flaschen für Lebensmittel und Gewürze (Saucen, kleine Ölflaschen).
  4. Kleine Industrie- und Chemiebehälter (Schmierstoffflaschen, Reagenzfläschchen).
  5. Kleine Hohlteile und versiegelte Gehäuse für spezielle Anwendungen.

Produktmerkmale und Kundennutzen:

  1. Hohe Genauigkeit von Hals und Gewinde: Die fertige Halsgeometrie gewährleistet einen guten Sitz der Kappe und eine gute Dichtungsleistung, wodurch das Risiko von Leckagen verringert wird.
  2. Gleichmäßige Wandstärke und hohe Materialausnutzung: Durch die Steuerung des Preform-Designs und der Blasparameter wird die gewünschte Wandstärkenverteilung erreicht und der Materialabfall reduziert.
  3. Gute Oberflächenqualität: geeignet für glänzende oder fein strukturierte Oberflächen, erfüllt die Anforderungen für Beschichtungs-, Etikettierungs- und Dekorationsprozesse.
  4. Schneller und stabiler Produktionszyklus: Die Koordination von Form und Prozess ermöglicht kurze Zyklen und eine hohe Produktionsleistung, wodurch die Produktionskosten pro Einheit gesenkt werden.
  5. Integrierte oder segmentierte Flexibilität: Unterstützt Ein-Schritt- oder Zwei-Stufen-Prozesse für einen einfachen Wechsel zwischen unterschiedlichen Kapazitäts- und Qualitätsanforderungen.

Spritzguss- und Blasformprozess sowie Massenproduktionsablauf:

  1. Probeformung und Parameterüberprüfung: In ersten Versuchen sollten die Stabilität des Spritzgussverfahrens, die Abmessungen und die Temperaturverteilung der Vorformlinge sowie die Wandstärke und das Aussehen nach dem Blasen überprüft werden.
  2. Steuerung des Vorformlingseinspritzens: Passen Sie die Einspritzmenge, die Kühlzeit und die Kavitätentemperatur an, um sicherzustellen, dass die Vorformlinge vor dem Blasen die Anforderungen an Abmessungen und Schmelzzustand erfüllen.
  3. Transfer- und Blasprozess: Realisieren Sie einen reibungslosen Übergang vom Spritzgießen zum Blasen und legen Sie den Blasdruck, die Blaszeit und die Kavitätenstützparameter fest, um die Zielform zu erhalten.
  4. Prozessfestlegung: Bestimmen Sie die Einspritzparameter, das Blasdruckprofil, die Formtemperatur und das Zyklus-Timing; erstellen Sie Standardarbeitsanweisungen (SOPs) und protokollieren Sie wichtige Kontrollpunkte.
  5. Massenproduktion und Qualitätsüberwachung: Verwenden Sie SPC zur Überwachung der Wandstärke, der Halsabmessungen und der optischen Mängel in Kombination mit Online-Bildverarbeitung und Dichtheitsprüfungen, um die Konsistenz sicherzustellen.
  6. Nachbearbeitung und Verpackung: Nach dem Besäumen, Codieren oder Etikettieren und funktionalen Dichtheitsprüfungen erfolgt die Verpackung und Lagerung.